Neubauwohnungen der Stadt am Limmatplatz zum Spottpreis

Gentrifizierung und nicht mehr bezahlbare Mieten sind in Zürich schon lange ein Thema. Aufgrund eines Artikels in der 20 Minuten zu diesbezüglichen städtischen Bemühungen kochen die Emotionen nun reichlich hoch. Die Stadt will nämlich im Herzen von Zürich günstige Neubauwohnungen vermieten. 4.5 Zimmer auf 100 Quadratmatern gibt’s für schlappe 1500.- vermieten. Ein Teil davon soll gar an Flüchtlinge gehen.

Stadtwohnungen

Ein Artikel in der 20 Minuten sorgt für Furore

Der Ansatz, den die Stadt hier wählt, sorgt aber für Stirnrunzeln. Einerseits sind 99 bezahlbare Wohnungen nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Andererseits fühlen sich all jene Stadtbewohner vor den Kopf gestossen, die für eine in die Jahre gekommene Wohnung ähnlicher Grösse an weniger zentraler Lage weiterhin das Doppelte bezahlen müssen. Wie Comparis vorrechnet, kosten ein Quadratmeter Wohnung in Zürich im bereits Schnitt 30.-. Das von der Stadt gewählte Giesskannenprinzip wirkt also auf die meisten weder fair, noch nachhaltig. Dass zusätzlich auch noch Flüchtlinge von den Wohnungen profitieren werden, stösst bei vielen auf zusätzliches Unverständnis.

Ein besseres Prinzip wäre es, die Stadt würde diese Neubauwohnungen auf dem Immobilienmarkt gegen ältere Objekte eintauschen. Allerdings mit einer Klausel, welche dem neuen Besitzer zwar eine höhere Rendite ermöglicht, den Mietzins jedoch auf ein bezahlbares Niveau begrenzt. Auf lange Sicht würden so stetig neue Wohnungen auf den Markt kommen, welche für den durchschnittlichen Stadtbewohner erschwinglich sind und gleichzeitig ältere Bauten mit einem geringeren Mass an entgangenem Gewinn sozialen Zwecken zugeführt werden.

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